Girls & Boys Day 2016: Dem Nachwuchs Brücken bauen

 Zukunftstage für Mädchen und Jungen bei Simpson Strong-Tie GmbH: Dem Nachwuchs Brücken bauen

  • Abschlussfoto Girls' & Boys' Day 2016

Das gemeinsame Foto auf der selbst gebauten Holzbrücke war für vier Mädchen und vier Jungen im Alter von 12 bis 15 Jahren der krönende Abschluss eines höchst abwechslungsreichen Berufserkundungstages beim Weltmarktführer für Holzverbinder, der Simpson Strong-Tie GmbH. Das Unternehmen öffnete in diesem Jahr im Rahmen der Nachwuchsinitiativen Girls' & Boys' Day erstmalig seine Pforten für den interessierten Nachwuchs aus der Region. „Mädchen entscheiden sich auch heute noch zu selten für technische Berufe. Und viele Jungen halten kaufmännische Berufe schlichtweg für langweilig. Wir möchten bei Jugendlichen an diesem Tag das Interesse für Berufe wecken, an die sie bisher eher selten gedacht haben“, erklärt Geschäftsführer Stephan Daniels die Beteiligung der Simpson Strong-Tie GmbH am diesjährigen Zukunftstag für Mädchen und Jungen.

Der begann für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 und 8 benachbarter Realschulen, Gymnasien und einer Freien Waldorfschule mit einer allgemeinen Vorstellungsrunde – Mitarbeiter des Unternehmens, die die Schüler den ganzen Tag über begleiteten, eingeschlossen. Danach war das Eis geschmolzen und die Jugendlichen aufnahmefähig für eine kurze Unternehmenspräsentation. Im Anschluss hieß es dann für Mädchen und Jungen, vorübergehend voneinander Abschied zu nehmen, denn es ging anschließend in getrennten Gruppen weiter. Die Organisatoren bei Simpson Strong-Tie GmbH hatten sich für die Schülerinnen und Schüler so einiges ausgedacht.

Hämmern, schrauben, bohren: Mädchen sind mit Spaß bei der Sache

„Nur anhand von konkreten Beispielen aus der Praxis bekommen junge Menschen am ehesten einen Einblick in den Berufsalltag“, betont Geschäftsführer Stephan Daniels. Um jungen Mädchen technische Berufe näherzubringen, hieß es für die vier Schülerinnen daher gleich beim ersten Programmpunkt: hämmern, schrauben und bohren. Gemeinsam mit Technikern bauten sie eine Holzkonstruktion, die – nachdem alle Teile zusammengefügt waren – eine sechs Meter sechzig lange und zwei Meter zwanzig hohe Holzbrücke ergaben. Das beeindruckende Ergebnis ihrer Arbeit und die Überraschung über das eigene handwerkliche Geschick kamen bei den Mädchen sichtlich gut an. „Diese Brücke steht auch für unsere Motivation, eine stärkere Verbindung von Mädchen und technischen Berufen zu fördern und ihnen so neue berufliche Wege aufzuzeigen“, sagt dazu der Geschäftsführer.

Aber ihr Tag bei Simpson Strong-Tie GmbH hielt für sie weitere spannende Berufsfelder bereit. In der IT-Abteilung lernten sie, wie man ein Home-Netzwerk erstellt und in der Produktion durften sie bei der Fertigung von Holzverbindern tatkräftig mithelfen. Auch das riesige Logistikzentrum beeindruckte. Zum Schluss besuchten die Schülerinnen das hauseigene Prüflabor. Qualitätssicherung – der etwas abstrakte Begriff wurde hier mit Leben gefüllt. Ob in Beton bohren, einen chemischen Dübel korrekt setzen oder die Zugkraft verschiedener Mörtel testen – die Schülerinnen konnten hier alles einmal selbst ausprobieren.

Vertrieb, Einkauf, Marketing: Alles andere als langweilig

Die Schüler hingegen führte ihr erster Programmpunkt direkt an den Computer, genauer gesagt an die Kunden- und Artikeldatenbank des Unternehmens. Was genau ist ein CRM, also ein Customer Relation Management? Wie wird ein Neukunde erfasst? Und welche Informationen braucht es, um einen Artikel vollständig zu erfassen? Die Schüler legten einen Neukunden und einen Artikel an und waren mit dem Ergebnis sichtlich zufrieden. „Wir möchten mit unserer Beteiligung am Boys‘ Day dazu beitragen, Vorurteile über bestimmte Berufsbilder abzubauen, die Schulabgänger davon abhält, einen vermeintlich weiblichen Beruf zu ergreifen“, erklärt Stephan Daniels. Im Vertrieb lernten die Schüler mit Auftragseingang, Verbuchung und Versand der Ware den kompletten Arbeitsablauf kennen. Nach einem Abstecher in den Einkauf ging es zum Abschluss in die Marketingabteilung. Dort entwarfen sie einen eigenen Flyer samt Fotos aller Beteiligten. Sie probierten aus, wie man den Internetauftritt auf dem neuesten Stand hält und einen Newsletter verschickt.

Den ganzen Tag über informierten die Projektleiter der einzelnen Bereiche über Ausbildungsmöglichkeiten. Die gemeinsame Abschlussrunde von Schülern, Schülerinnen und Projektleitern ergab eine durchweg positive Bilanz des Girls' & Boys' Day. Mit vielen Eindrücken und neuen beruflichen Perspektiven ging es für die Jugendlichen schließlich nach Hause.
 

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