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SIcherheit im holzbau wird neu definiert

Ab sofort - Simpson Strong-Tie Hauptkatalog nach der neuen DIN 1052

Unser neuer Hauptkatalog ist auf die neue DIN 1052 umgearbeitet. In ihr wird das Bemessungsverfahren mit zulässigen Spannungen auf ein Konzept der Bemessung mit Teilsicherheiten umgestellt. Mit diesem so genannten semiprobalistischen Sicherheitskonzept sind Nachweise für die Grenzzustände der Tragfähigkeit (Standsicherheit) und der Gebrauchstauglichkeit (Verformung) zu führen. Das heißt: Bisher waren in den „zulässigen“ Lasten und Spannungen die Sicherheitsfaktoren bereits enthalten. Mit der neuen DIN 1052:2004-08 werden charakteristische Werte sehr detailliert mit Teilsicherheitsbeiwerten und Kombinationsfaktoren belegt. Das Ergebnis führt dann zu Bemessungswerten. Dies ist ein erheblicher Unterschied zur alten Methode, wobei es außerordentlich wichtig ist zu berücksichtigen, dass zulässige Belastungswerte nicht 1:1 mit Bemessungswerten der Tragfähigkeit oder charakteristischen Werten verglichen werden können.

Die Praxis - trockenes Holz und mehr Möglichkeiten

Die neue DIN 1052:2004-08 ist deutlich umfangreicher als die bisherige Norm. Sie umfasst mit Anhängen 235 Seiten. Die alte Norm hatte insgesamt 42 Seiten.

Die neue Norm geht davon aus, dass der Einbauort wesentlich die Ausgleichfeuchte und diese, zusammen mit der Lasteinwirkungsdauer, die Widerstandsfähigkeit des Holzes beeinflussen. Dies wird durch den Modifikationsbeiwert "Kmod " berücksichtigt. Dafür sind in der neuen Norm Tabellen mit Rechenwerten enthalten. Diese sind von drei Nutzungsklassen und von fünf Klassen der Lasteinwirkungsdauer „KLED“ abhängig. Zudem ist auch wichtig zu wissen, dass Holz in den Nutzungsklassen 1 und 2 eine Einbaufeuchte von max. 20 % haben darf, d. h. Holz ist trocken einzubauen.

Beispiel

Wie die neue Norm praktisch wirkt, zeigt ein Beispiel aus dem Holzbau: Bei Stahlblech-Holz-Nagelverbindungen dürfen die Nagelabstände bis auf 0,5-fache Werte verringert werden. Die Abstände beziehen sich dann auf eine Mindestfläche, die jeder Nagel für sich erhalten muss. Ferner dürfen sich unter bestimmten Voraussetzungen Nägel direkt übergreifen.
Die neue DIN 1052:2004-08 lässt auch Nachweisverfahren bisher nicht geregelter Bauteile zu: zum Beispiel die Nagelung von Zugankern, die nicht direkt in ein Tragwerk erfolgt, sondern zunächst durch eine davor sitzende OSB-Platte.


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